H I N W E I S E




 

Hier bringen wir aktuelle Meldungen
über Vorträge, Börsen, Exkursionen, Sammlervereine, interessante Verkaufs-Angebote
usw. - eben alles, was uns mitgeteilt wird und/oder was wir für mitteilenswert halten.

Aktueller Stand: 18. März 2019.

 



 


Das Leitfossil

Das "Leitfossil" ist ein Online-Magazin für Fossiliensammler, die umfassend interessiert sind. Die Beiträge erscheinen ohne festgelegten Rhytmus. Im Jahr 2017 waren es ca. 450 Beiträge mit 2130 Druckseiten (Internet-Explorer-Format) und etwa 4050 Abbildungen.

Im Januar startet jeweils eine neue Ausgabe, weshalb man immer nur im Rhytmus des Kalenderjahres buchen kann. Ein Abonnement beginnend zu einem beliebigen Zeitpunkt im Jahr mit der Dauer eines Jahres ist nicht möglich. Das Abo umfasst immer das jeweilige Kalenderjahr. Das muss so sein, weil beim Freischalten eines Zugangs - sei dies im Januar,
im Juli oder im Dezember - ja der gesamte bisherige Bestand des laufenden Jahres zugänglich ist. Eine Trennung ist aus technischen Gründen unmöglich.

Wer spät im Jahr einsteigt, hat als Abonnent die Möglichkeit, die Jahres-CD (5 Euro) zu kaufen und hat dann alle im Verlaufe des Jahres veröffentlichten Beiträge zur ständigen Verfügung - nichts ist verloren, weil man nicht genug Zeit gefunden hatte, alles anzuschauen, und man kann beliebig nachschlagen und nachlesen.

 

 




Inhalt

Jahrgangs-CD 2018 erschienen!  (Redaktionell; 18.23.2019)  (1 S., 1 Abb.)
Sonderaktion Leitfossil-CDs und Neu-Abonnement  (Redaktionell; 18.23.2019)  (1 S., 1 Abb.)
Die Lösung des Eichhorn-Rätsels (en-passant 2)  (Redaktionell; 18.3.2019)  (5 S., 8 Abb.)
Es ist fast soweit:  17. März 2019 - die beliebte Nürnberger Börse!  (Redaktionell; 8.3.2019)  (1 S., 1 Abb.)
Vortragsprogramm der Mineralien und Fossilienfreunde Nürnberg  (
Redaktionell; 8.3.2019)  (1 S., 1 Abb.)
Zwei interessante mitteldeutsche Börsen - demnächst!  (Redaktionell; 5. 3.2019)  (1 S., 2 Abb.)
Veranstaltungs-Programm 2019 des Arbeitskreises Geologie und Archäologie Kirchberg an der Jagst
(Redaktionell; 5. März 2019)
 (2 S., 2 Abb.)
Das gleiche Hörnchen, aber ein anderer Ammonit  (Redaktionell; 2.3.2019)  (1 S., 1 Abb.)
Das Ammoniten-Hörnchen  (Redaktionell; 1.3.2019)  (1 S., 1 Abb.)
Fundstellen im Eozän des Médoc  (Redaktionell; 16.2.2019)  (1 S., 1 Abb.)
Na also - so geht es auch: Sonne und Krokusse!  (Redaktionell; 15.2.2019)  (2 S., 2 Abb.)
Am 17. März 2019: Die beliebte Nürnberger Börse!   (Redaktionell; 8.2.2019)  (2 S., 1 Abb.)
Sapperlot! Und wieder echter Winter!  (Redaktionell; 3.2.2019)  (1 S., 1 Abb.)
Wir wollen Sonne (am besten spanische Sonne)!  (Redaktionell; 1.2.2019)  (3 S., 6 Abb.)
Veranstaltungs-Programm des Kulturbundes Treptow - erstes Halbjahr 2019. Sowie Erläuterungen zum Vortrag über "Die Fossilien-Fazies aus dem Bungenäs Kalkbrott von Gotland" von U. Münder  (Redaktionell; 24.1.2019)  (3 S., 8 Abb.)
In Kürze: Mitteldeutsche Mineralien- und Fossilienbörse in Alttröglitz: 23.2.2019  (Hartmut Huhle; 18.1.2019)
(3 S., 10 Abb.)
Die Lösung des kleinen Schnee-Saurier-Rätsels  (Redaktionell; 16.1.2019)  (3 S., 5 Abb.)
Winter, aber jetzt richtig! Jetzt frieren auch die Ammoniten...  (Andreas E. Richter; 11.1.2019)  (4 S., 15 Abb.)
Winter! Die Saurier frieren!  (Redaktionell; 9.1.2019)  (1 S., 1 Abb.)


Zur Zeit sind in den "Hinweisen" noch die folgenden Beiträge aus älteren Jahrgängen zugänglich:

Im Januar veröffentlicht werden!  (Redaktionell; 29.12.2018)  (2 S., 24 Abb.)
Programm für die Steigenclub-Saison 2018/2019  (Günter Schweigert; 19.6.2018)  (1 S., 1 Abb.)

Johannes Porombka. Ein Großer der Fossilien-Szene hat uns verlassen  (Andreas E. Richter; 5.5.2018)  (14 S, 28 Abb.)

Effektvolles und preiswertes Präparations-System: Die Sismos!  (Redaktionell; 15.10.2017)  (11 S., 21 Abb., 3 Tab.)
Zum Kulturgutschutzgesetz in puncto Fossilien  (Redaktionell; 10.5.2017)  (2 S., 1 Abb.)
Vorsicht! Betrügerische Fossil-Angebote via eMail!  (Andreas E. Richter; 1.8.2013)  (3 S.)

 

 



 


Jahrgangs-CD 2018 erschienen!

Und damit gibt es jetzt 15 abgeschlossene Jahrgänge Leitfossil.de!
Und eine Sonderaktion - siehe unten!

Auf der CD ist der gesamte Jahrgang 2018 abgespeichert: 445 Beiträge auf 2452 Seiten (Internet-Explorer-Druckvorschau) mit 4039 Abbildungen.

Der Versand der vorbestellten CDs an die Abonnenten erfolgt in den nächsten Tagen.

Kaufpreis für Abonnenten 5 Euro, Versand 2 Euro.
Kaufpreis für Nichtabonnenten 44 Euro, Versand 2 Euro.

Bestellungen an a.e.r.fossilien@t-online.de.

 

 



 


Sonderaktion Leitfossil-CDs und Neu-Abonnement

Und nun Ihre Chance, deutlich billiger an die Leitfossil-Bibliothek zu kommen:

Zur Feier von 15 Jahrgängen führen wir eine Sonderaktion durch!

Seit 2004 gibt es das Internet-Magazin Leitfossil.de, mittlerweile sind also fünfzehn abgeschlossene Jahrgänge erschienen. Alle in diesen Jahren erschienenen Beiträge sind auf fünfzehn CDs jahrgangsweise gespeichert.

Anlässlich dieses Fünfzehner-Jubiläums bieten wir Ihnen die Gelegenheit, zu einem sensationell niedrigen Preis Ihre CD-Bibliothek zu ergänzen mit den Ihnen fehlenden Leitfossil-CDs.

Normalerweise beträgt der Preis pro CD 44 Euro, wenn man im jeweiligen Publikations-Jahr nicht Abonnent war. Wir bieten nun allen Abonnenten des aktuellen Jahres = 2019 die Gelegenheit, CDs Ihrer Wahl zu erwerben für je 20 Euro, ganz gleich, ob sie im entsprechenden Jahr Abonnent waren oder nicht. Beim Kauf von 5 Exemplaren reduziert sich der Preis nochmals – ein Fünferpaket beliebig zusammen gestellter CDs kostet nur noch 80 Euro.

Nutzen Sie die Gelegenheit und erwerben Sie für vergleichsweise wenig Geld eine große Fülle an Informationen, guten Texten und ausgezeichneten Bildern! Suchen Sie sich aus, welche CD/CDs Sie haben möchten!
Ausgenommen von dieser Aktion ist die Jahrgangs-CD 2018.

Und:

Wir bieten allen Neuabonnenten eine fette Prämie (das Abo kostet 39 Euro und endet automatisch Ende des Jahres 2019, wenn Sie es nicht verlängern): Sie dürfen sich kostenfrei eine beliebige Jahrgangs-CD aussuchen (wodurch Ihr Jahres-Abo finanziert ist).

Bestellungen an a.e.r.fossilien@t-online.de.

Versand kostenfrei ab 3 CDs, ansonsten pro Sendung 1,90 Euro.

 

 



 


Die Lösung des Eichhorn-Rätsels (en-passant 2)
Redaktionell; 18. März 2019.

Wir frugen nach zwei bei uns auf dem Terrassentisch liegenden Ammoniten und wollten wissen, zu welcher Gattung sie gehören.

Das Hörnchen überspringt die Rätsel-Ammoniten auf seinem Weg zum Nussteller.

Es kamen viele Zuschriften; meist war einer der Ammoniten richtig erkannt worden, der andere aber nicht. Lösungsvorschläge waren:

Eurasenia, Coroniceras, Stephanoceras, Emileia, Pavlovia, Crussoliceras, Pleuroceras, Kepplerites, Hoplites, Schloenbachia, Teloceras, Arietites, Macrocephalites...

Da sind die richtigen Namen dabei, in der Tat, aber sie wurden niemals in der korrekten Paarung genannt.

Bis endlich am 8. März 2019), morgens 2 Uhr 46, die richtige Antwort kam:

Dr. Axel Wittmer schrieb kurz und bündig:

"Pleuroceras und Stephanoceras".

Herzlichen Glückwunsch an Axel Wittmer und herzlichen Dank an alle fürs Mitmachen!

Der Preis ist der auf dem unten stehenden Bild gezeigte Oberjura-Ammonit aus Madagaskar:

Es ist einer der hübschen Perisphinctiten (vermutlich) der Art Prososphinctes virguloides (WAAGEN, 1875) aus dem Mitteloxford der Gegend von Sakaraha ca. 140 Kilometer nordwestlich der Stadt Toliara (Tuléar)/Südmadagaskar. Durchmesser 7 Zentimeter.

Für die Säugetier-Freunde hier noch Bilder des Nuss-Hörnchens. Es kommt übrigens nach wie vor tagtäglich. Es ist gut erkennbar wegen seines etwas abrupt endenden Schwanzes.

Und hier die gefragten Ammoniten:

Links ein Stephanoceras aus dem mittleren Mitteljura (Bajoc) von Bretteville bei Caen, Département Calvados; Durchmesser 9,5 Zentimeter. Rechts ein Pleuroceras spinatum aus dem mittleren Unterjura (Oberpliensbach) des Elsass (Durchmesser 9,5 Zentimeter). Die Besonderheit dieses Feldfundes ist die vollkommene Erhaltung des Phragmokons in fleischrotem Calcit, was aber die Präparation enorm schwer macht. Deshalb lag der Ammonit auch so lang draußen in der Hoffnung auf ein Freiwitterungs-Wunder. Das aber leider nicht eintrat.

Ein Eichhörnchen-Kollege, der eigenartigerweise nie auf den Terrassen-Tisch kommt. Er beäugt weitere hier auf dem Eisentisch herum liegende Ammoniten und denkt darüber nach, ob das auch Rätsel werden sollen.

Fotos A.E.R.

 

 



 


Es ist fast soweit: 17. März 2019 - die beliebte Nürnberger Börse!
Redaktionell. 8.3.2019.

 

 



 


Vortragsprogramm der Mineralien- und Fossilienfreunde Nürnberg
Redaktionell. 8.3.2019.

 

 



 


Zwei interessante mitteldeutsche Börsen - demnächst!
Redaktionell. 5. März 2019.

 

 



 


  Veranstaltungs-Programm 2019
des
Arbeitskreises Geologie und Archäologie Kirchberg an der Jagst
Redaktionell. 5. März 2019.

 

 



 


Das gleiche Hörnchen, aber ein anderer Ammonit
Redaktionell; 2. März 2019

Heute setzte sich das Ammoniten-Hörnchen mal neben den Eck-Ammoniten, der ein sehr ineressantes Exemplar ist. Er stammt nämlich aus der Oberkreide von Jerusalem. Danach aber war und wird nicht gefragt, noch nicht einmal en-passant. Wir möchten aber mitteilen, dass auf die Frage nach den beiden Gattungen (siehe unten) einige Male mit zwei falschen und viele Male mit einem richtigen und einem falschen Namen geantwortet wurde. Beide richtig erkannt hat bisher noch niemand. Also?

Heute Nacht (8.3.2019), 2 Uhr 46: Eichhörnchen-en-passant-Rätsel gelöst!
Lösung in Kürze!



Das Ammoniten-Hörnchen

Bei uns lungert tagsüber immer ein Eichhörnchen auf dem Terrassen-Tisch herum, in der Regel so zwischen 11 und 12 Uhr, manchmal auch mehrmals.Warum wohl? Na, weil es die köstlichen Schweinfurter Walnüsse bekommt, gespendet vom Waltherle, natürlich schon geknackt! Auf dem Bild knuspert es gerade wieder eine.

Auf der Tischkante liegen hier und dort Ammoniten zur Beschwerung der Tischdecke, die sonst vom Wind hochgeworfen werden könnte. Hier sehen wir zwei der Beschwerer. Der erste aus der Abonnenten-Schar, der mir die Gattungen der beiden Burschen nennen kann, bekommt einen hübschen Fossilpreis. Das ist also das en-passant-Rätsel no 2.

Foto A.E.R.

 

 



 


Fundstellen im Eozän des Médoc

Wir bitten um Entschuldigung dafür, dass der für Januar vorgesehene Artikel über Fossilien und Fundstellen im Eozän des Médoc noch nicht erschienen ist, aber der Inhalt ist sozusagen explodiert – wir haben zum ausführlichen Text derzeit 173 Abbildungen zur Verfügung, was ein eigenes „Sonderheft“ problemlos füllen würde.

Der Beitrag wird demnächst erscheinen.

Hier als Anregung das Bild eines makellosen Seeigels der Gattung Echinolampas, wie man sie an den beschriebenen Lokalitäten finden kann.

 

 



 


Na also - so geht es auch:
Sonne und Krokusse!

Heute (15. Februar) hatten wir strahlenden Sonnenschein und Temperaturen bis um 11 Grad. Da macht der Garten-Rundgang doppelt Spaß. Schneeglöckchen, Winterlinge und Krokusse bühen schon, der Schnee ist vorerst verschwunden.

Wir wollen hoffen, dass es so bleibt: Strahlende Sonne und fröhliche Blumen.

Die Sammler sind auch schon aufgeblüht. Ich weiß zumindest von zwei Leuten, dass sie auf Feldfundstellen unterwegs waren, allerdings ohne großen Erfolg: Weil es nicht kräftig geregnet hatte, war auch nichts frei gelegt worden.

Fotos A.E.R.

 

 



 


Am 17. März 2019: Die beliebte Nürnberger Börse!
Redaktionell. 8.2.2019.

Wenn es Ihnen irgendwie ausgeht - fahren Sie hin! Die Nürnberger Mineralien und Fossilienbörse ist immer sehenswert, oft mit überraschenden Angeboten, präsentiert vielfach auch von Sammlern, vielen regionalen Fossilien, mit gemütlicher Atmopshäre und ganz vielen netten Leuten vor und hinter den Tischen!

 

 



 


Wir wollen Sonne
(am besten spanische Sonne)!

Augsburg. Aktuelle Temperatur 2 Grad (immerhin plus). Schnee liegt nur noch fleckig. Es ist unfreundlich und trüb, die Sonne kämpft vergeblich. Die Erde ist gefroren. Der Frühling ist noch weit.

Wir Fossilien-Fanatiker sammeln im alten Fundgut, das aber – nach mehrfacher Durchschau – oft nur noch „Fundschlecht“ ist. Das eine oder anderen nimmt man aber doch heraus zu Präparations-Versuchen. Nur ein paar ganz harte Burschen ziehen sich warm an und fahren hinaus ins Land, zum Sammeln von neuem (hoffentlich) „Fundgut“.

Jetzt schieben wir aber das Winter-Bild einfach nach hinten und träumen ein wenig: Der Winter soll weg sein, es soll warm und freundlich sein. Wohin kann man denn da fahren um diese Zeit, wenn man nicht fliegen will? Na klar, nach Südspanien, nach Murcia oder nach Andalusien... Natürlich ist das weit, aber das Ziel lohnt die Fahrt: Wunderbare Landschaften, freundliche Menschen und hier und da schöne Fossilien…

Das Winterbild wird überdeckt von einem Sonnenaufgang am Meer, fotografiert beim Frühstück aus dem Comedor des "Parador de Mojácar".

Hier ein paar Impressionen, wie es dort jetzt ist. Aktuelle Temperatur in Águilas (Provinz Murcia): 20 Grad (plus). Na ja, die Wassertemperatur liegt bei 15 Grad, zum Baden ist das ein wenig kühl. Wir sind an der Küste, um diese Jahreszeit vollkommen unbefleckt von Badegästen.

Pliozäne Küstenlandschaften in den Provinzen Almería und Murcia und eine der in dieser geringen Größe recht seltenen "Löwentatzen".

Die Palmen wedeln, die Orangen bühen (und duften!) und sind auch schon reif zum Ernten, die Tapas und der Tinto warten... Herrje, man sollte gleich los fahren!

Fotos A.E.R.


Sapperlot! Und wieder echter Winter!

Das Foto entstand am 3. Februar 2019 gegen 14 Uhr es schneite den ganzen Tage weiter, na ja, keine Unmengen, aber halt fein und stetig. Spanien? Mal sehen - von Augsburg bis Águilas sind es etwa 2100 kilometer, Zwischenübernachtung in Narbonne, spätestens von hier ab Sonne, Temperaturen 10 bis 16 Grad, Tendenz steigend. Hmmm?

Foto A.E.R.

 

 



 


Veranstaltungs-Programm des Kulturbundes Treptow -
erstes Halbjahr 2019
Redaktionell. 24. Januar 2019.


Informationen zum Vortrag von U. Münder, Lübeck, über
"Die Fossilien-Fazies aus dem Bungenäs Kalkbrott von Gotland"
(Vortragsdatum 15. Januar 2019)

Text und Bilder U. Münder.

 

 




In Kürze: Mitteldeutsche Mineralien- und Fossilienbörse in Alttröglitz:
23. Februar 2019.

  Von Hartmut Huhle, Seegebiet Mansfelder Land, Röblingen am See   (18. Januar 2019)

Am 23. Februar 2019 ist es wieder einmal soweit: Von 10 bis 16 Uhr findet die 36ste Mitteldeutsche Mineralien- und Fossilienbörse im Hyzet Kultur- und Kongresszentrum in Tröglitz bei Zeitz (Hauptstraße 26, 06729 Alttröglitz) statt. Erfahrungsgemäß werden Sammler und Händler ein reichhaltiges Angebot auch von Fossilien zeigen, und gewiss werden da auch interessante Stücke aus den heimischen Bereichen dabei sein. Erfreulicherweise ist die Börse immer gut besucht.

Im Folgenden einige Impressionen zu den letzten Veranstaltungen sowie Angebote bzw. Erwerbungen aus den letzten Jahren.

Abbildungen 1 bis 5 (oben):  Rechts oben das „Börsengebäude“; die vier anderen Bilder zeigen Schnappschüsse der Veranstaltungen 2009, 2011, 2016 und 2017.

Abbildung 6 (oben):  Gefrittete Branchiosaurier aus Tabarz. Angebot 2013; beim Erwerb war jemand schneller gewesen…

Abbildung 7 (oben):  Eine Kieselholz-Scheibe aus Madagaskar. Unverkäufliches Ausstellungsstück 2009.

Abbildungen 8 bis 10 (oben):  Oben ein Platysomus gibbosus ( BLAINVILLE, 1818). Thomas-Münzer-Schacht, Sangerhausen. Fund Mitte der 1970er Jahre. 23 Zentimeter lang. Erwerb 2018. - Mitte: cf. Pseudovoltzia liebeana (GEINITZ) FLORIN, 1927. Kupferschiefer. Erwerb 2016. - Unten ein Silberblech auf Kupferschiefer. Erwerb 2016.

Fotos Hartmut Huhle.

 




 


Die Lösung des kleinen Schnee-Saurier-Rätsels

Redaktionell; 16.1.2019

Wir hatten im Bericht über unseren Winter-Schnee (25 Zentimeter!) auch drei tief verschneite (25 Zentimeter) Keramik-Saurier gezeigt. Das sind Töpferarbeiten meiner Frau. Und wir frugen nach den Namen, natürlich nur nach den Gattungsnamen, was aber nicht einfach war - die Dinos waren ja Schnee-maskiert. Schauen Sie sich das Rätselbild weiter unten an.

Einige Leser versuchten Ihr Glück (allerdings glücklos) - danke fürs Mitmachen! Aber keiner konnte die drei richtigen Gattungsnamen nennen. Walther F. Zenske spielte auch mit und schickte mehrfach Lösungsversuche; sein dritter Versuch war schließlich korrekt und lautete:

Stegosaurus, Triceratops und Ankylosaurus.

Die drei Dinosaurier ohne Schnee (25 Zentimeter): Stegosaurus, Triceratops und Ankylosaurus.


Hier der für die erste richtige Lösung bereit gestellte Preis, ein Ammonit der Art

Indosphinctes (Elatmites) cheyensis (PETITCLERC, 1915)

aus dem Callovien (oberer Mitteljura) von Exoudun

[zur Lokalität siehe A. E. Richter (2018): Ein guter (wenn auch kein schöner) Fundort für Callovien-Fossilien im Poitou. - Online-Magazin Leitfossil.de; Fundstellen; 18.6.2018; 18 S., 49 Abb. - Ammon-Rey-Verlag, Augsburg. Jahrgangs-CD 2018].

Der Ammonit, wie versprochen mit einer schönen Apophyse, gehört nunmehr Walther F. Zenske! Herzlichen Glückwunsch!

 

 



 


Winter, aber jetzt richtig!
Jetzt frieren auch die Ammoniten...

Frau Holle hat kräftig geschüttelt, in Oberbayern haben wir einige Katastrophen-Ausrufe. Bei uns hier in Bayerisch-Schwaben ist es erträglich, aber um 25 Zentimeter Schnee haben wir auch.

Beim Gang durch den Garten sah das richtig gut aus. Ich zeige Ihnen hier ein paar der Bilder, die ich gestern fotografiert habe.

Andreas E. Richter; 11.1.2019,

 

Eigentlich wollte ich dies Jahr mit den Rätseln etwas zurückhaltender sein, aber das bietet sich nun wirklich an: Die erste richtige Benennung der drei Keramik-Dinos, geschaffen von meinem Gabo, wird mit einem schönen Fossilpreis belohnt. Gattungsnamen sind ausreichend.

Die Vögel kommen in Scharen, auch einige Eichelhäher. Die Katze aus Bavent hockt unten und ist stoisch.

Unsere Glas-Objekte leuchten und strahlen und verbreiten gute Laune!

Na ja, die draußen stehenden Ammoniten sehen auch gut aus mit ihren Schnee-Hauben. Mal sehen, wir haben einen großen Ton-Ammo, auf dem Bilde oben Mitte einen echten Arieten und einen sehr großen (echten) Macrocephaliten (links außen auf dem Bild eine Basalt-Säule), dann kommen drei Bilder mit artifiziellen Ammoniten und auf dem letzten Bild seht man meinen Mauerstein aus Aigues-Mortes und darauf ein großes Coroniceras.

Und dann wieder rein in die warme Stube und an den Kamin gesetzt, der bei uns jetzt im Winter jeden Tag brennt.

 

 



 


Winter! Die Saurier frieren!

Nun also doch Schnee, in Oberbayern ganz furchtbar viel, bei uns in Augsburg nur wenig, ein paar Zentimeter, aber das reicht auch schon (schippen!)... Bedauerlicherweise hatten wir - im Glauben an den milden schneefreien Winter - Gabos Keramikfiguren diesmal gar nicht eingepackt. Hoffentlich wird sich das nicht rächen. Im Bild sehen wir drei total zugeschneite frierende Saurier und die "Flamme von Udur", die nur im Spitzenbereich etwas Schnee trägt.

 

 



 


 



 


Das Januar-Programm
(Eine Vorschau auf einen Teil der vorgesehenen Beiträge)

 

Die beiden Bilderbogen zeigen Hinweise auf einen Teil der im Januar 2019 erscheinenden Artikel. 

Monatsfossil wird einer der elegantesten Jura-Ammoniten sein, nämlich Kosmoceras (Zugokosmoceras) jason.

In Fundstellen-Berichten werden das Oxford in Westfrankreich und das Eozän der Halbinsel Médoc vorgestellt.

Christoph Schindler, Heinz Falk und Michael Reinhardt beschreiben die großartigen Naturkunde-Museen in Bratislava, Venedig und Reggio nell'Emilia, Andreas E. Richter erzählt vom neu eingerichteten Museum in Millau.

Gabo hat einen schönen Artikel geschrieben, den sie "Stein im Bild und Bild im Stein" nennt - gesammelte Werke dieser Art aus 40 Jahren.

Günter Richter gibt im „Praktischen“ eine Anleitung zur formgenauen Ergänzung fehlender Ammoniten-Innenwindungen. Die Vorteile der Ultraschall-Reinigung von Fossilien werden wieder einmal besprochen.

Von der Hamburger Börse im Dezember des vergangenen Jahres erzählt Ralf Krause.

Wir stellen den seltenen Nautiliden Aturia vor und zeigen Beispiele dieser interessanten Gattung, präsentieren eine Suite von (kleinen) Altfunden (sehr alt!) aus den Solnhofener Plattenkalken, eine kleine Altdorf-Sammlung und eine Handvoll interessanter Muschelkalk-Fossilien. Bei den Kleinbeiträgen wird wieder eine Auswahl schöner und/oder interessanter Fossilien vorgestellt werden.

Wir schreiben sehr gerne für Sie und freuen uns darüber, dass Sie die Beiträge lesen!

 

 

 



 


Programm für die Steigenclub-Saison 2018/2019
Günter Schweigert; 19. Juni 2018.

 

 


 
 


 

Johannes Porombka

24. Dezember 1934 bis 1. April 2018

Ein Großer der Fossilien-Szene hat uns verlassen

Bild anklicken, um zum Nachruf zu kommen.

 

 




Effektvolles und preiswertes Präparations-System: Die Sismos!
Redaktionell. 15. Oktober 2017.

Deutschland–Depot für das Low Budget Präparationsprogramm für den Dremel Engraver 290!

Der Dremel Engraver 290 hat sich gemeinsam mit den von Günter Richter aus Wien entwickelten Präparationsspitzen und Sismo-Mehrnadelköpfen in den letzten Jahren innerhalb der Sammlergemeinde zu einer interessanten und preiswerten Präparationsalternative vor allem für Einsteiger oder Sammler entwickelt, die den Aufwand von Drucklufttechnik scheuen oder sich noch nicht dazu durchringen konnten.

Die Präparationsspitzen sind in vier verschiedenen Stärken und zwei verschiedenen Längen verfügbar:

Nadelstärken: 0,9 mm, 1,3 mm, 1,5 mm und 1,72 mm.
Schaftlänge: 12 mm bzw. 25 mm

Abbildung 1 (oben):  Das Präparationsspitzen-Sortiment mit unterschiedlichen Nadelstärken und Schaftlängen.

Sie vereinen die Feinheit der Grammophonnadeln, die von Generationen von Sammlern in der manuellen Präparation eingesetzt und geschätzt werden, mit der elektromechanischen Power des Graviergeräts, die stufenlos reguliert werden kann. Durch Verwendung der längeren Bauformen können auch unzugänglichere Stellen erreicht werden. Die Funktions- und Arbeitsweise mit dem Engraver ist sehr ähnlich zu jener mit Druckluftsticheln.

Abbildungen 2 bis 7 (oben):  Die Bilder oben zeigen verschiedene Stufen aus dem Weißjura gamma von Gräfenberg, präpariert mit dem Dremel Engraver und den Präparationsspitzen. Teilweise mit der Abbildung des Fundzustandes.

Für den flächigen Abtrag von Gesteinsmatrix wurden die Sismo-Mehrnadelköpfe entwickelt, die in unterschiedlichen Stärken und Härten zur Verfügung stehen. Mit ihnen kann man sich sehr schonend durch den dosierbaren und gleichmäßigen Abtrag an flächige Fossiloberflächen herantasten (z.B. Seeigeln). Namensgebend waren die ersten erfolgreichen Präparationen an Sismondien aus dem Medoc in Südwestfrankreich, bei denen die kreidigen bis mittelharten Matrixkrusten hervorragend für die abschließende Säure-Feinpräparation gleichmäßig abgetragen werden konnten, ohne die Fossiloberfläche zu schädigen.

Abbildungen 8 bis 10 (oben):  Präparationserfolg bei Sismondien aus dem Eozän von Westfrankreich. Das obere Bild zeigt den Fundzustand. Auf dem darunter stehenden Bild sieht man sehr gut, wie die typischen Verkrustungen gleichmäßig bis auf die Fossiloberfläche abgetragen werden konnten. Dadurch wurde auch die einheitliche Einwirkung der abschließenden Säurepräparation ermöglicht.
Eingeblendet in die obere Abbildung das Foto der zu zwei Dritteln mittels Sismos vorpräparierten Oralseite eines Echinolampas mit einem Durchmesser von 7 cm – an einzelnen Stellen hätte man noch vorsichtig weitermachen können. Im verbliebenen Drittel sieht man die Ausgangssituation. Essentiell ist die plane Spitzenebene, die verhindert, dass punktuell auf die Fossiloberfläche „durchgeschlagen“ wird.

Ein weiteres Anwendungsgebiet ist das „Wegradieren“ von Mergelwarzen bei verkiesten Ammoniten (z.B. aus den südfranzösischen Grand Causses). Wenn man Wert darauf legt, solche Mergelwarzen weg zu präparieren, dann kann man diese mit den Sismo-Spitzen sehr gut abtragen und die verbleibenden Mergelreste kontrolliert an die Konturen der Ammoniten angleichen.

Die Abbildungen zeigen Ammoniten aus dem Toarcien der Grand Causses in Südfrankreich: Zwei Exemplare der Art Pseudogrammoceraten fallaciosum (Größe 2,7 bw. 3,4 cm) und ein Hildoceras bifrons (Größe 3,4 cm) jeweils vor und nach der Präparation (die Ammoniten wurden nach der Präparation mit STH-100 eingelassen).

 Abbildungen 11 bis 15 (oben):  Pseudogrammoceras- und Hildoceras-Exemplare jeweils vor und nach der Präparation.

Sehr positive Rückmeldungen liegen auch schon von der Präparation von Fossilien aus dem Campan von Hannover (Höver/Misburg) vor. Ebenso waren die Spitzen bei der Präparation von Gotland-Fossilien gut einzusetzen.

Die Sismo-Mehrnadelköpfe haben sich auch sehr gut für das Glätten von Matrix-Oberflächen (z.B. Gräfenberger Mergelkalke oder oolithische Kalke wie aus Sengenthal) bewährt und werden für diese Anwendung auch von professionellen Präparatoren eingesetzt.

Abbildung 16 (oben): Vier Sismos in 3 verschiedenen Größen mit 8, 15 bzw. 37 Spitzen vereint mit einer mit ihrer Hilfe präparierten namensgebenden Sismondia intermedia auf einem mit ihnen geglätteten Stück Gräfenberger Mergelkalk aus den „Grünlings-Schichten]

Die typische Arbeitsweise mit Mehrnadelköpfen ist eine kreisförmige Bewegung senkrecht zur Fossiloberfläche ohne starke Druckausübung bis zum gewünschten Matrixabtrag.

Die zur Verfügung stehenden Arbeitsbreiten der Sismo-Spitzen variiert zwischen 2.5, 4 und 6 mm Durchmesser mit 8, 15 bzw. 37 Einzelnadeln. Drei Härtegrade stehen zur Verfügung:

Abbildungen 17 und 18 (oben): Sismo-Bauformen und Sismo-Kollektion.

Hart = Spitzentyp „rot“: Starre Spitzen für den Grobabtrag.
Mittel = Spitzentyp „gelb“: Je nach Matrixhärte für den Grob bzw. bereits feineren Abtrag.
Weich = Spitzentyp „grün“: Für den Feinabtrag.

Abbildung 19 (oben):  Sismo-Vollset mit 8 flächenabtragenden Sismos.

Die Präparationsspitzen bzw. Sismo-Mehrnadelköpfe können im Set oder einzeln erworben werden und werden mit einer Beschreibung bzw. im Sismo-Vollset zusätzlich mit einer praktischen Faltschachtel ausgeliefert. Auf Wunsch kann das Set auch zusammen mit dem Dremel Engraver290 erworben werden.

Achtung: Die Präparationsspitzen sind für den Abtrag weicher bis mittelharter Gesteinsmatrizes (kreidige Matrizes bis Mergelkalke, z.B. Gräfenberg) konzipiert. Sie sind nicht zum Einsatz bei harten Gesteinsmatrizes (z.B. Bankkalke, Pyritkonkretionen, Flinte) geeignet.


Bestellung: In den folgenden Übersichten sind die Bestelloptionen angeführt.

Beachten Sie und nützen Sie den Vorteil, dass für Abonnenten des Online-Magazins Leitfossil.de ein spezieller Rabatt gilt („Abonnenten-Preis“) – er gilt sowohl für bestehende Abonnements als auch für Interessenten, die sich im Zuge einer Bestellung für ein Leitfossil.de-Abonnement entscheiden.

Bitte teilen Sie bei der Bestellung mit, ob sie Leitfossil.de-Abonnent sind oder werden wollen.
Beim Kauf eines Komplett-Präparationssets erhalten Sie das Leitfossil-Abonnement um gerade mal 5 EUR
(statt 39 EUR).

Abbildungen 20 und 21 (oben): Dremel Graviergerät 290-1 (mit Original-Gravierspitze, Schablone und Schraubenzieher):
EUR 30,00 (Bestellcode: DGR290).

 




 


Zum Kulturgutschutzgesetz in puncto Fossilien
Redaktionell. 10.Mai.2017.

Auch in den einschlägigen (Fossilien-relevanten) Medien wurde vor einiger Zeit intensiv über das neue „Kulturgutschutzgesetz“ diskutiert. Dabei wurde Schlimmstes befürchtet und dabei wurden Ängste geschürt – „man wird uns unsere Fossilien wegnehmen!“.

Wir schrieben im Leitfossil.de damals nur kurz darüber und vertraten die Meinung, dass alle „normalen“ Privatsammler (natürlich gibt es Privatsammler, die von Umfang und Wert ihrer Fossilien-Sammlungen nicht mehr als „normal“ bezeichnet werden können, wobei es hier nicht um die Menge der Fosssilien geht) keinerlei Sorgen haben müssen wegen des Besitzes ihrer Fossilien.

Mittlerweile wurde das Gesetz verabschiedet und ist jedermann in Form eines Buches/PDFs zugänglich.

Wer sich umfassend über die vorläufig endgültige Fassung des neuen Kulturgutschutzgesetzes informieren möchte, kann ein Exemplar der 386-Seiten-Publikation mit dem Titel „Das neue Kulturgutschutzgesetz - Handreichung für die Praxis“ kostenfrei beim Publikationsversand der Bundesregierung bestellen. Kontakt-Informationen:

Publikationsversand der Bundesregierung
Postfach 48 10 09, 18132 Rostock
Servicetelefon 030 18 272 272 1
Servicefax 030 18 10 272 272 1
email publikationen@bundesregierung.de

Ein Download als PDF ist hier verfügbar:

[https://www.]bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/BKM/2017/2017-04-12-kgsg-handreichung.html
[eckige Klammern vor oder nach dem Einsetzen des Links entfernen]

(An die PDF-Adresse muss bei der Speicherung noch „.pdf“ angefügt werden.

Hier die Einleitung zu den Fossilien im Originaltext:

„Erläuterungen zu paläontologischen Objekten

1. Fossilien sind im Regelfall kein Kulturgut im Sinne des Gesetzes zur Neuregelung des Kulturgutschutzrechts

"Fossilien sind im Regelfall kein Kulturgut; sie sind nur dann als Kulturgut einzustufen, wenn sie einen „paläontologischen Wert“ haben (so § 2 Absatz 1 Nummer 10 KGSG): Häufig vorkommende paläontologische Objekte, die wissenschaftlich ohne Bedeutung und als „Massenware“ einzustufen sind, sind davon bewusst ausgenommen und nicht Bestandteil des in § 2 Absatz 1 Nummer 10 KGSG erwähnten „kulturellen Erbes“.

"Fossilien werden daher – von wenigen herausragenden Exemplaren abgesehen – im deutschen Recht ebenso wenig als „Kulturgut“ betrachtet wie etwa grundsätzlich auch Mineralien oder geologische Proben. Dies entspricht der Einschätzung der gemeinsamen Stellungnahme der Paläontologischen Gesellschaft, der Schweizerischen Paläontologischen Gesellschaft und der Österreichischen Paläontologischen Gesellschaft vom 13. November 2015, dass 90 Prozent aller Fossilfunde lediglich einen geringen oder gar keinen wissenschaftlichen oder kommerziellen Wert haben (siehe dort, S. 3). Auch wenn damit in Deutschland nur vereinzelt paläontologische Objekte unter den Begriff des Kulturgutes fallen, war es nötig, diese in die allgemeine Definition des Kulturgutbegriffes in § 2 des Gesetzes vor allem deshalb aufzunehmen, um EU- und völkerrechtliche Rückgabeansprüche anderer Staaten zu ermöglichen und damit EU- und völkerrechtliche Verpflichtungen Deutschlands umzusetzen.“

 

 



 


Vorsicht! Betrügerische Fossil-Angebote via eMail!
Redaktionell.

Bei uns traf vor einiger Zeit eine eMail mit unverbindlicher Adresse ein mit der Anfrage, ob wir am Ankauf einiger Objekte, vor allem Fossilien, interessiert seien. Geschrieben in gutem Deutsch, sachlich und höflich:


„Aus einem privaten Nachlass habe ich die nachfolgend aufgefuehrten Stuecke uebernommen, die ich verkaufen moechte:

- grosser Ammonit, Durchmesser 49 cm
- Kieferfragment eines Raubsauriers
- Narwalzahn auf Standfuss montiert, Hoehe 167 cm
- beschnitzter Elfenbeinzahn, Laenge 85 cm
- Rhinozerusschaedel, Deutsch-Ostafrika, datiert 1908
- Ei eines AEPYORNIS MAXIMUS, Madagaskar 16. Jhdt., gut restaurierter Bodenfund eines Ei's des Madagaskarstrausses, ausgerottet vor 400 Jahren Ich wende mich an Sie, da Sie mir von einem unserer Kunden (ich bin im Restaurantbusiness taetig) empfohlen wurden! Bei evtl. Kaufinteresse waere ich fuer eine kurzfristige Nachricht sehr dankbar! Freundliche Gruesse, Unterschrift.

P.S. Die entsprechenden Dokumente (Cities-Papiere) die den Erwerb, Besitz und auch den Weiterverkauf berechtigen und somit legalisieren, sind vorhanden! Ebenso die seinerzeitigen Kaufbelege etc. der vorgenannten Stuecke!“


Ich schrieb zurück, dass die Objekte ganz gewiss in einer Preislage liegen, die wir uns nicht leisten können und bedankte mich artig. Daraufhin traf folgende eMail ein:


„Hier die Fotos und Beschreibungen der vorhandenen Stuecke! Da bereits seit laengerem alles verpackt ist, scanne ich Ihnen die Fotos in der Form, wie es seinerzeit einmal von einem Auktionshaus in Deutschland im Katalog angeboten und von einem unserer verstorbenen Kunden dort nachweislich gekauft wurde. Ich habe den Bestand ausnahmsweise von der Witwe uebernommen! Nochmals ein Auktionshaus fuer den Verkauf einzuschalten, wird von mir aus verschiedenen Gruenden abgelehnt! 

Bislang habe ich mich auch nur an Sie gewandt, da ich mich aus zeitlichen und geschaeftlichen Gruenden (trotz meines Alters) nicht eingehend genug mit dieser Sache befassen kann.

Da ich bereits 70 Jahre alt bin, moechte ich aus Altersgruenden nach Moeglichkeit alles in einem Gesamtpaket verkaufen und wuerde Ihnen fuer alles den Preis von Euro 3500 einraeumen!

Es wuerde mich freuen, kurzfristig wieder von Ihnen zu hoeren. Gruss, Unterschrift.“


Die nächste eMail auf meine Frage nach der Lokation, wo ich die Stücke sehen und abholen könnte, lautete so:


„Bitte lassen Sie sich jetzt nicht davon irritieren, wenn ich ergaenzend darauf hinweisen muss, dass mein Standort auf den Philippinen ist! Seit mehr als 30 Jahren bin ich hier u.a. im Restaurantgewerbe taetig. Hier das Unternehmen:

(Web-Adresse eines honorigen Gastronomie-Konzerns auf den Philippinen.)

Sollte es zu einem Kaufabschluss kommen, kaeme alles per Express-Luftfracht zu Ihnen, zusaetzlich "frei Haus", d.h. Sie haetten keinerlei Zollformalitaeten zu erledigen oder noch anderweitige Kosten wie z.B. Zoll zu entrichten. Alles wuerde vom Airport direkt zun Ihrem Wohnort angeliefert! Dieses ist moeglich, weil wir die Kosten fuer Fracht und Spedition steuerlich absetzen koennen! Die Lieferzeit wuerde in etwa 10 Tage in Anspruch nehmen. Bitte teilen Sie mir noch die genaue Anschrift mit an die geliefert werden soll!

Der Versand wuerde fachmaennisch verpackt in Frachtkisten aus Holz vorgenommen! Selbstverstaendlich gewaere ich Ihnen volles Rueckgaberecht auf unsere Kosten, sollte es tatsaechlich zu Beanstandungen Anlass geben.

Abrechnung nur per Bankueberweisung ueber das Anwaltskonto unseres Unternehmens in Manila. Was die Zahlungsmodaliatet anbetrifft, so muesste hier eine Vereinbarung getroffen werden. Ich denke, dieses sollte kein Problem darstellen!

Sollte es erforderlich erscheinen, so koennen wir auch gerne telefonieren. Aufgrund des Zeitunterschiedes muessten wir hierfuer allerdings einen Termein vereinbaren. Ich wuerde dann bei Ihnen anrufen, da ich aufgrund meiner 70 Jahre fast kaum noch im Unternehmen zu erreichen bin.

Dieses waere erst einmal das Wesentlichste! Gruss von den Philippinen...(Unterschrift)"


Meine Antwort war:


„Guten Tag! Danke für Ihre rasche Antwort.

Nun bin ich tatsächlich sehr irritiert und ich hoffe, Sie sind mir nicht böse wegen der folgenden Worte. Ich will die Objekte gerne kaufen, bin aber nicht bereit, sie vorab zu bezahlen. Die Katalog-Bilder sind unschwer beschaffbar, der Verweis auf eine Homepage ist unverbindlich, die Anlieferung zum Wohnort ohne Zollformalitäten und -Kosten ist mir unbegreiflich.

Falls das Angebot reell gemeint ist, müssen Sie mir vertrauen - ich werde den Betrag umgehend nach Erhalt der Objekte überweisen, wohin auch immer, aber nicht vorher.“


Darauf kam dann diese eMail:


„Um Vorauszahlung des Gesamtbetrages hatte ich auch nicht gebeten, wohl aber waere eine Anzahlung angenehm! Wie ich Ihnen bereits mitteilte, ist alles in stabilen Frachtkisten verpackt und diese sind nicht gerade gering im Gewicht. Wir haben Kosten fuer die Zusendung/Versicherung/Spedition etc. in Hoehe von genau Euro 732,50! Es besteht hier die Moeglichkeit diesen Betrag zwar steuerlich abzusetzen, haben jedoch erst einmal hierfuer in Vorkasse zu treten. Ebenso benoetigt unsere Buchhaltung den Vorgang einer Ueberweisung von Ihnen bevor die Lieferung erfolgen kann. Dieses ist u.a. ein Teil unserer Geschaeftsbedingungen!

Verehrter Herr, fuer den hier benannten Betrag oder ueberhaupt einen Betrug zu inzenieren, dafuer ist unser Unternehmen zo gross wir zu bekannt und ich einfach zu alt! Wenn Sie der Meinung sind, dass es sich hier um eine dubiose Angelegenheit handelt, sollten wir die ganze Sache vergessen!

Was die Zollregelung anbetrifft, so bin ich gerne bereit, Sie bei Gelegenheit hierueber aufzuklaeren! Freundiche Gruesse.


Nun wollte ich mal überprüfen, was denn Sache ist. Ich rief einige mir bekannte Fossilien-Händler an und erzählte. Schon der erste Kontakt erbrachte ein Ergebnis: Hier lief vor längerer Zeit genau die gleiche Aktion ab, erstaunlicherweise unter dem gleichen Namen, wenn auch mit anderer eMail-Adresse und mit einer anderen wiederum angesehenen philippinischen Gesellschaft als Referenz. Das Angebot beinhaltete aber nicht den geschnitzen Elefanten-Zahn und das Aepyornis-Ei. Dafür sollte der Preis nur 2500 Euro betragen. Die Lieferung werde über einen Kurier des diplomatischen Dienstes erfolgen, Fracht- und Zollkosten-frei...

Mein Freund bezahlte 1500 Euro, ohne Reaktion bzw. Lieferung, schaltete dann die Polizei ein, die allerdings passen musste – nicht verfolg- und ermittelbar. Auf mehrfache Nachfrage beim (vielleicht) philippinischen Geschäfts-„Partner“ kam schließlich eine eMail zurück mit dem einzigen Inhalt „Ha ha ha“.

Ich überprüfte das Internet auf entsprechende Auktionen und wurde fündig beim Auktionshaus Hermann Historica, die natürlich mit dieser Betrugs-Geschichte nichts zu tun haben. Die mir und auch meinem Freund (und vermutlich einigen anderen) angebotenen Objekte waren bei einer Auktion am 19. Oktober 2005 gelistet und wurden verkauft.

Sie können sich die Seite via Google suchen – Sucheingabe (Bilder) „Rhinozeros-Schädel 1908“. Das erste derzeit erscheinende Bild verweist auf ein Angebot der Hermann Historica oHG, International Auctions. All die vom (vielleicht) auf den Philippinen sitzenden Anbieter genannten Objekte wurden hier auktioniert und verkauft. Wer sich darüber informieren möchte (Aufruf- und Zuschlags-Preise), öffne die folgende Adresse (eckige Klammern entfernen):

[http://www.]hermann-historica.de/auktion/hhm49.pl?f=KAPITEL&c=KUNSTHANDWERK&t=temgroup_1_D&start=1&dif=20&db=kat49_A.txt

Die ersten vier und die achte angezeigte Position zeigen fünf der sechs mir angebotenen Objekte, mit Aufruf- und erzieltem Preis. Der beschnitzte Elefanten-Zahn wird ebenfalls aufgeführt, allerdings hier mit der Angabe „18.tes Jahrhundert“.

Auch wenn grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden kann, dass der dubiose Anbieter die Objekte wirklich aus einem Nachlass gekauft hatte, ist es ganz eindeutig, dass hier ein vergleichsweise gut eingefädelter Betrugsversuch läuft (denken wir an die eMail-Schwemme meist aus Afrika mit der Aufforderung, 10000 Euro zu schicken, um dann 10 Millionen zu erhalten).

 

Jedermann, der entsprechende Angebote erhält, sei gewarnt! Geben Sie diese Information auch an Bekannte weiter, die eine Fossilien-relevante Homepage haben, denn der Betrüger sucht sich seine Adressen offenbar aus dem Internet heraus. Wenn jemand entsprechende Angebote erhielt oder erhalten wird, wären wir für einen Hinweis dankbar.

 

 



 

Seitenanfang
Impressum