Unser Korrespondent Siegfried „Siggi“ Wiescholek wurde heute 65 Jahre alt,
nein: Jung!

Allerherzlichste Glückwünsche!

Im Einzelnen wünschen wir: Gesundheit und Frohsinn, weiterhin Freude an allem außen herum, auch mal ein wenig mehr Gleichmut, wenns Ärger geben sollte, viele Erlebnisse der positiven Art, viele Exkursionen, Ausflüge, Vorträge aktiv und inaktiv - rundum eben:

Alles Gute!

 

65 Jahre Siegfried Wiescholek: 8. März 1945 bis 8. März 2010

 

Hier ein Kurzdurchlauf des bisherigen Lebens in Form von Bildern, vom kleinwinzigen Siggi bis zum nicht mehr ganz so winzigen Siggi.

 

Geboren wurde der Bub am 8. März 1945 in Hersbruck im schönen Frankenland. Ein erstes Bilddokument stammt aus dem Jahr 1947, ein hübsches Porträt des Knaben. Die Kindheit verbrachte Siggi in Hersbruck, später wohnte er mit den Eltern in Neuhaus/Pegnitz. Das rechte Bild zeigt in etwa sein aktuelles Aussehen. Und man sieht - ein froher Mensch!

Die Kindergartenhorde ist unterwegs! Das war 1950. Das Bild rechts zeigt Familie Wiescholek bei einem Spaziergang in Hersbruck im Jahre 1953. Mama, Pappa und Oma, die große Schwester, der kleine Bruder
und Siegfried höchstpersönlich.

In der Volksschule, so hieß das damals noch. Siggi sitzt weit hinten und hat eine verwegene Strähnenfrisur.

1960 war er in einem Ferienlager in der DDR. Da ging alles noch sehr ordentlich zu.

 

Mit der Mittleren Reife in der Tasche ging er zur Bayerischen Polizei und wurde nach der entsprechenden Ausbildung Polizist (Bulle hört er nicht so gerne), welchen Beruf er bis zur Pensionierung ausübte. 1965 und 1966 war er an der DDR-Grenze eingesetzt, stationiert in Irmelshausen. Hier lernte er seine Frau Käthi kennen; die beiden heirateten 1966. Töchterchen Silvia wurde 1967 geboren. Seit vielen Jahren leben die beiden in Nürnberg.

Bei einem Betriebsausflug im Jahre 1974 in die Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg hatte er erstmals Kontakt mit „Sammlersteinen“: Er entdeckte die Mineralienwelt. Kontakte wurden geknüpft, er trat in die VFMG ein und nahm an vielen Exkursionen teil, nach Wölsendorf ins Flussspatrevier, nach Pleystein und Hagendorf im Oberpfälzer Wald, ins Fichtelgebirge und in den Frankenwald, nach Solnhofen, Unterstürmig und Marloffstein, Weißenburg, Drügendorf usw. – Mineralien und Fossilien, bunt gemischt. Die Zuwendung zur Geschichte des Lebens erfolgte eigentlich ungewollt – als die Gruben und Bergwerke der Reihe nach dichtmachten, intensivierte er die Fossilien-Seite seines Steckenpferdes.

1981 wurde er Mitglied der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg; hier wie auch bei den „Mineralien- und Fossilienfreunden Nürnberg“ ist er ein hochaktives, geschätztes und beliebtes Mitglied.

Bei einer Exkursion ins Binntal, zur berühmten Mineralfundstelle im Dolomitstock von Lengenbach.

Der Sammelschwerpunkt lag von Anfang an nicht auf den großen und spektakulären Stücken, sondern auf schönen kleinen interessanten Stufen und Fossilien. Und so ist es noch heute. Mineralogisch ist er Mikromounter, geologisch Sandsammler, paläontologisch Kleinfossilien-Fan. Freilich, wenn mal ein großer Ammonit rumliegt, lässt er ihn auch nicht liegen!

 

Neben dem Sammeln handgreiflicher Dinge war es ihm immer sehr wichtig, zu fotografieren, die Stücke also auch oder gar nur ideell mitzunehmen. Das galt natürlich ganz besonders für ein weiteres Steckenpferd, die Orchideen und „Blumen“ überhaupt.

Mittlerweile hatte er ständigen Kontakt zu engagierten Sammlern in seiner Gegend, z.B. zu Jürgen Schüssel, Klaus P. Weiss, Helmut „Frankenfossil“ Lehmann, Appel, Schade und auch zu „Kanonen“ wie Professor Keupp, der ja damals noch in Erlangen war.

1978 verbrachte die Familie Wiescholek vier Wochen in Kanada, und auch hier wurden natürlich einige geologische highlights angeschaut, u.a. die Landschaft im Bereich des heutigen Dinosaur Provincial Park in Alberta/Kanada.

Siggi auf Kreta - "Die Palmen wedeln ihm hinterher...".

Vor allem in den achtziger Jahren, aber auch noch später machte er viele Urlaubsreisen ins Mediterrangebiet, auf die griechischen und die Kanarischen Inseln, Mallorca, Ibiza, Spanien, Portugal, auch nach Jordanien (Petra) usw., dabei immer auch aufs Geologische und Paläontologische achtend, fotografierend und auch ein wenig sammelnd. Links steigt er auf Lanzarote herum und rechts bewundert er hochinteressante Erosionsformen auf Zakynthos.

Die Silberne Hochzeit feierten Käthi und Siggi 1991 und mit dabei war auch das ziemlich „frische“ Enkelchen Julia. Enkelchen No. 2, Laura, folgte 2001. Julia begleitete den Opa bei Exkursionen, sammelte auch ein wenig, aber mit zunehmendem Alter wurde anderes interessanter, was durchaus verständlich ist. Laura zeigt vorerst nur sehr verhaltenes Interesse an Fossilien, überraschte aber letztes Jahr bei einer Exkursion in den Treuchtlinger Marmor durch gute Funde. Oben rechts die Tochter Silvia 1978 in Kanada, das Passbild zeigt Julia und ganz unten sehen wir Laura.

Eines seiner liebsten Kleidungsstücke ist eine bzw. sind (vermutlich) mehrere Westen (so genau wissen wir das nicht). Aber manche sagen, er würde lieber ohne Hosen ausgehen als ohne Weste. Und es stimmt schon, meist sieht man ihn mit Weste. Hier begutachtet er skeptisch "Drei im Weckla" - und schon schnappt er zu!

Ein Steckenpferd kann man auch das Gestalten und Präsentieren von Vorträgen nennen. Früher waren das Diavorträge, heute sind es PowerPointPräsentationen, ausgezeichnet zusammengestellt, manchmal mit Filmsequenzen unterlegt – man lernt was und hat Freude beim Zuschauen! Den ersten Vortrag von ihm sahen wir bei einer Seminar-Veranstaltung im August 2000 in Berching. Es ging um Altdorf, Stadt, Umgebung, Geologie und Fossilien dieser berühmten Fossillagerstätte. Es war ein Vergnügen! Mittlerweile hat er rund 65 Vorträge gehalten, bei Sammlergruppen, Vereinen, Veranstaltungen. Auch bei den Fossilienfreunden Augsburg ist er regelmäßig präsent – danke, Siggi!

Ab und an - aber eher selten - greift er auch mal zum Hammer wie hier im Weiß gamma der Frankenalb.
Lieber blättert er dann doch im Buch und zeigt: "Dies und dies und dies kann man hier finden!"

Siggi ist auch ein ganz hervorragender Griller, wie die hier auf dem Rost liegenden Fränkischen beweisen. Und sie haben genau so gut geschmeckt, wie sie aussehen!

Letztes Jahr war er mit einer Exkursionsgruppe in den Grands Causses in Südfrankreich, und da konnte er seine Steckenpferde voll ausleben: Sammeln und lernen, fotografieren, Blumen anschauen und gut essen.

Seit 2005 ist Siggi Wiescholek nun im Ruhestand (er spricht vom „Unruhestand“). Jedenfalls hat er jetzt mehr Zeit für die Enkel, den Garten, fürs Steinesammeln und sich damit beschäftigen, für das Fotografieren und für „zu viel Zeit am PC“ (seine Worte). Wofür wir beim Leitfossil allerdings sehr dankbar sind: Siggi revidiert unsere sämtlichen Artikel, überprüft Rechtschreibung und Grammatik und ermöglicht so das Ausbessern teils böser und oft vieler Fehler. Und er hilft uns auch bei vielen technischen Problemen! Danke wieder mal für Deine Hilfe, Siggi!

Ein hochaktuelles Bild - heute aufgenommen: Siggi mit Käthi!
Er lebe hoch, und Käthi mit!

Fotos Siegfried Wiescholek et al. und A.E.R.

 

 



 

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